GERETTET, RESTAURIERT UND ERNEUERT

Die Entstehung der Stabkirche von Hopperstad liegt im Dunkel der Geschichte. Sie gilt als eine der ältesten, vermutlich stammt sie von rund 1140. Gut 700 Jahre später wurde sie nicht mehr benutzt und war bald in sehr schlechtem Zustand. Der Verein für Denkmalpflege erwarb sie 1880; aber es ist in erster Linie dem Architekten Peter Andreas Blix zu verdanken, dass sie in der alten Pracht wieder erstand, so wie sie aus seiner Sicht ursprünglich gewesen sein könnte. Diese Restaurierung und die der Hov Kirche im Nachbarort waren sein Lebenswerk. Die Errichtung eines solchen Prachtbaus führte zu Erwartungen und lebhaftem Treiben im Dorf, vom Einschlagen und Heranschaffen der Stämme bis zur Fertigstellung der Kirche. Geschnitzte Bauteile, die unter dem Boden gefunden wurden, zeigen uns, dass die neue Kirche eine ältere - vermutlich aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts ersetzte. Wie bei anderen Stabkirchen aus jener Zeit waren sicher auch hier die tragenden Masten direkt in den Boden gerammt gewesen, so dass die Konstruktion nach relativ kurzer Zeit von Fäulnis angegriffen wurde.
In der Kirche, die wir heute sehen, ist der Holzrahmen durch einen steinernen Sockel gegen die Bodenfeuchtigkeit geschützt - eine große, werterhaltende Verbesserung. Umherziehende Handwerker mit Erfahrung und Können bearbeiteten das Holz und legten alle Bauteile zurecht - von denen es bis zu 2000 gewesen sein können. Mit Hilfe der Dorfleute wurde das Stabwerk auf der Erde zusammengesetzt und der starre Rahmen dann aufgerichtet. Bald schon konnten sich die Dorfbewohner zur Einweihung ihrer schönen Kirche versammeln. Der Bischof selbst führte die Zeremonie aus. Vor der Messe schritt er dreimal um die Kirche. Dreimal schlug er mit dem Bischofsstab an die geschlossene Tür. Damit übernahm er das Gotteshaus im Namen Christi, als Sieger über böse Geister und Herr der Kirche.
Am Altar waren fünf Einweihungskreuze eingeschnitten, und genau so viele oder mehr Segnungskreuze können in die Wände geritzt gewesen sein. Die Gemeinde teilte sich beim Betreten des Kirchenraums, die Männer gingen nach rechts und die Frauen nach links. Nur an den Außenwänden gab es Bänke für Alte und Gebrechliche.
In Hopperstad sieht man noch zwei Einweihungskreuze, die unbeschädigt sind und zwei, von denen die Hälfte erhalten ist. |  | Die Preise und Ôffnungzeiten Lesen Sie hierzu mehr...
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Das Westportal Welches den Haupeingang der Kirche schmückt, gehört wohl zu den prachtvollsten der norwegischen Holzschnitzkunst aus dem Mittelalter. Die Motive haben den romanischen Stil zum Vorbild, die aus einer hochwindenden Rankelpflanze besteht, die sich vom Maul eines Untiers herunter zu den Wangen windet. Das Motiv ist von europäischer Kunst bekannt.
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